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Ende Corona-Radtour 2020

Hier endet nun unsere Corona-Radreise 2020, auf dem Marienplatz in München. Nach 2000 km sind wir froh, wieder gesund und heil zu Hause zu sein, da, wo das Hotel immer an der gleichen Stelle steht 😉. Aber nach der Radreise ist bekanntlich vor der Radreise! Natürlich war es uns auch wieder ein Vergnügen, eure Kommentare zu lesen, uns haben sie angespornt, unterstützt und auch bisweilen aufgeheitert hat, wenn wir sehr angestrengt waren. vielen Dank dafür. Wir hoffen, es hat euch auch gefallen, uns zu begleiten und würden uns freuen, wenn wir uns im nächsten Jahr wieder „sehen“. Ride on!

Simone & Anton

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Malerwinkel

Wir sitzen auf einer Bank am Malerwinkel und genießen den Ausblick auf die Isar.

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Das Märchen von der Grenzstüberlhex

Da ist es wieder das kleine Häuschen an der österreichisch deutschen Grenze. Vor drei Jahren hatten wir hier eine Brotzeit gemacht und so einiges erlebt. In der Hauptsache ging es um Dialoge mit verschiedenen Leuten die zu diesem Zeitpunkt hier waren. Das war sehr lustig und wir haben damals am Abend in Hall ein kleines Video gemacht dass wir gerne noch mal hier im Anschluss im Blog veröffentlichen.

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2. Versuch Belegewechsel

Beim zweiten Versuch scheint es zu klappen. Wir dürfen aber nicht zusehen wie der Belagwechsel durchgeführt wird. Wir warten draußen, wird schon alles gut gehen!

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Bremsbeläge wechseln

Tonis Hinterradbremse ist durch. Sie hat durch das viele Bergabfahren gelitten und die Belege müssen nun gewechselt werden. Wir haben zwar Ersatz dabei, aber der Hersteller hat uns die falschen geschickt, so sind diese zu groß. Leider hat der erste Fahrradladen am Ort keine passenden Belege.

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Digitale Demenz

Als wir in Assisi mit Bruder Thomas in einem Cafe am Straßenrand saßen, erkannten uns zwei junge deutsche Pilger, die mit unserem Pilgerführer von Florenz nach Assisi gelaufen waren. Sie waren noch voller Eindrücke und wirkten beeindruckt und aufgelöst. Das erste aber was sie uns vorwarfen, sie hätten sich mehrmals verlaufen. Als wir sie auf die GPS-Daten hinwiesen, erzählten sie uns, dass sie diese mit Absicht  nicht nutzen wollten, weil sie sich „ausprobieren“ wollten. Im Laufe des Gespräches kam heraus, dass sie über den Begriff „linkerhand“ rätselten. Der eine meinte dann, sie müssten dann rechts abbiegen – und so ging es munter weiter. Begrifflichkeiten, über die sie stolperten…

Es war die allererste Reise in dieser Art für die Zwei.  Nativ mit Computer, Google Maps und Co aufgewachsenen Jungs, die zum ersten Mal in der Natur Langzeitwandern waren. Kein Gefühl für Entfernung, Himmelsrichtung oder Angaben, die eine Richtung anzeigen. Aber sie haben es geschafft, in Assisi aufzuschlagen (die letzten Etappen hatten sie dann doch die GPS-Daten installiert).

Einer der Beiden ist Realschullehrer und erzählte uns, dass seine Schüler an digitaler Demenz leiden, wirklich nur WhatsApp bedienen könnten. Sie hätten in der Corona-Lockdown-Phase nicht mal gewusst, wie man eine E-Mail verfasst, einen Anhang daran knüpft und absendet. 

Abgesehen davon wüssten die Schüler/innen wohl nicht, dass WhatsApp der unsicherste Nachrichtendienst überhaupt ist, was die Datensicherheit anbelangt.

Wie soll diese heranwachsende Generation wohl schätzen, wie weit es mit dem Fahrrad z.B. von Hamburg nach Bremen ist? Wo Norden oder Süden ist? Zu Fuß nach Assisi pilgern? Ja, man kann jetzt sagen, das sei alles nicht mehr notwendig in der digitalen Zeit. Was ist schon notwendig? Aber es können auch noch schlimmere Krisen kommen als diese und dann? Mit WhatsApp kann man nicht überleben..

Die beiden Jungs haben jedenfalls schmerzlich festgestellt, dass es nicht reicht, GoogleMaps zu lesen und haben vielleicht auf ihrer Pilgerreise einiges fürs Leben gelernt…

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Treviso – erstaunlich schön

Schon einmal hat uns der Fahrradweg durch Treviso geführt. Damals waren wir aber ein wenig enttäuscht von der Stadt. Auch heute war es auf den ersten Blick so wie damals 2017.

Aber es ist doch etwas anderes wenn man länger verweilt. Wir haben Zeit und sehen uns den Dom genau an und stellen fest, dass das Altarbild von Tizian gemalt ist. Die Krypta ist sehr alt, aus dem 13. Jahrhundert.

Dann entschließen wir uns zur Franziskus Basilika zu gehen, sie ist ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert, und wurde später erweitert.

Wir schlendern durch die Altstadt und entdecken liebliche Plätze am Kanal und romantische Häuser an dessen Rand.

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Uffizien Florenz

Wir sehen uns das wichtigste Museum von Florenz ab 15:30 Uhr an. Die Galerie ist nach Jahrhunderten aufsteigend aufgebaut, so dass auch Unwissende in das Thema Kunst schnell eingeführt sind.

Wir haben uns einen Audioguide ausgeliehen, der uns die verschiedenen Künstler und Säle sowie Kunstwerke näher beschreibt. Es ist jetzt 16:30 Uhr und wir sind erst im 16. Jahrhundert angelangt.

Interessanterweise dürfen wir fotografieren, deshalb anbei einige Eindrücke.

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Ciao Assisi

Wir verlassen heute Assisi in Richtung Cortona. Die Luft ist noch kühl und klar und wir freuen uns, dass es wieder losgehen kann. Wir verabschieden uns noch von Bruder Thomas, der mit uns die zwei Tage verbracht hat und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

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Probleme mit unseren Videos

Liebe Blog Leserinnen und Leser. Leider haben wir heute, am Sonntag, ein Problem mit allen YouTube Videos. Unser Kanal ist anscheinend irrtümlich gesperrt worden und so könnt ihr keine Videos mehr ansehen. Wir bemühen uns um schnelle Behebung, bitte um etwas Geduld.

Heute legen wir sowieso einen Ruhetag ein, also versäumt man dahingehend nichts.

Liebe Grüße aus Assisi, Simone und Anton

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Santa Maria Delle Angeli

Hier ist sie also die kleine Portiunkula, in der Franz von Assisi gestorben war. Das kleine Kirchlein ist überbaut von einer riesigen Basilika, die weithin zu sehen ist, auch in der Ebene.

Wegen COVID-19 ist der Innenraum nun etwas anders organisiert und man kann nicht wie üblich durch die kleine Kapelle schreiten. Das tut ihr offensichtlich gut, denn es wälzen sich normalerweise die Massen hindurch. Sie strahlt förmlich – ihre Faszination nimmt durch die Besichtigung von weiter weg nicht ab, im Gegenteil. Dafür darf man offensichtlich im Inneren fotografieren, die vielen Verbotsschilder sind entfernt worden. Was ich natürlich ausnütze. Ich bin gerne hier, der Ort ist so friedlich und still…

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Das Wichtigste über Todi

Die meisten mittelalterlichen Baudenkmäler Todis im Zentrum der Altstadt gruppieren sich um die Piazza del Popolo, die von einer beeindruckenden Mauer umgeben ist.

Der gotische Dom Santissima Annunziata(Santa Maria Assunta) aus dem 12. Jh. wurde über einem römischen Vorgängerbau errichtet, wahrscheinlich einem Apollo-Tempel. Ein hier gefundener Apollo-Kopf befindet sich in den vatikanischen Sammlungen. Der heutige Bau, eine Basilika über kreuzförmigem Grundriss, entstand fast vollständig ab 1190 nach einem Brand. Die Rosette in der ansonsten wenig gegliederten, beinahe quadratischen Westfassade wurde 1513 hinzugefügt….(Auszug aus Wikipedia, mehr dort zum weiterlesen)

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Manchmal macht Radreisen keinen Sinn

Heute haben wir es nicht gut erwischt. Nach Orvieto ist die Straßensituation nur noch mit Superstradas zu bewältigen.

Die SS448 ist eine Bergstraße, die sich um den Berg windet. Es fahren riesige LKWs dort hin und her, offensichtlich sparen Sie sich die Autobahngebühren. Sie nehmen aber in Kauf, dass sie eine Lebens gefährliche Strecke fahren. Zu allem Übel regnet es jetzt auch noch fest.

Wir kommen in einer Bar unter und können nur hoffen, dass es bald zu regnen aufhört.

Manchmal ergibt Radreisen einfach keinen Sinn.



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Orvieto Dom

Durch die Lage der Stadt Orvieto ist das wichtigste Gebäude, der römisch-katholische Dom mit dem Patrozinium Maria Himmelfahrt, schon von Weitem zu erkennen. Der Dom gehört zu der großen Anzahl bedeutender Bauwerke, die im ausgehenden 13. Jahrhundert geplant wurden. Er wurde 1288 wahrscheinlich unter Arnolfo di Cambio (1240–1302) begonnen, der einige Jahre später den Dom und den Palazzo Vecchio von Florenz bauen sollte. 1308 war der Rohbau ohne Dach und Fassade fertig. Die wurde nach Zeichnungen von Lorenzo Maitani im 14. Jahrhundert vollendet.…( Quelle Wikipedia)

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Tourenradfahren

Vor Pitigliano treffen wir auf ein Tourenradfahrer-Pärchen. Toni freut sich total, als sie uns auf der anderen Seite begegnen und schmettert ein „Servus“ in ihre Richtung. Natürlich sind sie auch deutsch und natürlich – am Dialekt zu erkennen – Bayern. Wir stehen am Straßenrand und tauschen im Eiltempo Daten aus. Sie wollen alles über unsere Fahrräder wissen, Toni alles über ihre Reise, wohin, wie lange usw. Es stellt sich heraus, dass das Paar schon einmal 22 000 Kilometer (Wann wissen wir nicht) nach Thailand geradelt sind, jetzt gerade für zwei Wochen ein bisschen durch Italien radeln. Die Frau meinte, sie würden nur noch wild campen, weil sie sich das so angewöhnt hätten. Am Campingplatz hätte man keine Ruhe und außerdem ginge es ins Geld. 

Ich merke, wie ich innerlich schaudere, zumal wild campen ja in den meisten Ländern (Auch hier in Italien) verboten ist. Lustig ist noch, dass ich just heute morgen ein Video in YouTube über einen Tourenradfahrer vorgeschlagen bekam, der wild zeltet und die 15 besten Tipps dazu gab. Igitt!

Wo duschen? Wo die schmutzigen Sachen waschen? Wo zelten, dass man nicht entdeckt wird? Auweia, da merke ich wieder, dass ich wahrscheinlich nicht die typische Tourenradlerin bin. Aber vielleicht machen es ja deshalb so wenige, weil sie genau so etwas vor sich sehen? Hm, wir beweisen aber von Jahr zu Jahr, dass es – zumindest in Europa – möglich ist, sauber und komfortabel eine Radreise zu absolvieren, jenseits von Zelt, Essen aus Dosen und ungewaschenen Körpern…

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Ärger in San Galgano

Ich freue mich: sehe ich doch auf unserer Strecke das Schild zur verfallenen Kirche, die ich vor 25 Jahren schon einmal besucht hatte. Damals war dies der einsamste Ort in der Toskana. Man fuhr bis vor die Kirchruine und konnte sie einfach besichtigen. Heute ist eine riesige Touristenattraktion daraus geworden. Die Autos werden schon 1 km vor der Basilika auf einen Parkplatz geleitet. Der Eintritt kostet vier Euro und das für eine Ruine! Ich probiere, ob ich mit meinem Presseausweis unentgeltlich hineinkomme. Ich sehe nicht ein, warum ich für eine Kirche zur Besichtigung Geld zahlen soll!

Der junge Mann an der Kasse weigert sich beharrlich. Ich ärgere mich darüber, denn es gibt wirklich nicht viel zu sehen. Wie man nur aus einem Nichts so eine aufgeblasene Sache machen kann? Da ärgere ich mich über meinen eigenen Ärger. Ich drehe auf dem Absatz um und denke mir, dass ich ja schon Bilder davon gemacht habe.

So bleibt die stille Schönheit, die keine mehr ist, Vergangenheit und im Blog nicht veröffentlicht.

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Goethe und die Umwelt

Wir radeln durch die wunderschöne Landschaft der Toskana. Man muss sich vorstellen, dass dies nicht immer mühelos gelingt, weil es sehr hügelig ist. Es dauert Stunden, bis man z.B. in Siena ist. 

Irgendwann geht das Treten in Meditation über. Ich sinniere über die großen Künstler, die in der Toskana oder in Umbrien gelebt und gewirkt haben. Da war zum Beispiel Leonardo da Vinci oder Michelangelo. In der damaligen Zeit war Fortbewegung und Reisen total anders. Es gab keine Fahrräder, Autos oder gar Flugzeuge. Wenn man, wie Michelangelo am Fuße des Berges la Verna aufgewachsen war, in das 90 Kilometer entfernte Florenz reisen wollte, war dies eine Reise von mindestens drei Tagen. Auch wenn man die Strecke zu Pferde bewältigte, kam man nicht wesentlich schneller voran. 

Also nehmen wir an, Michelangelo reiste zu Fuß. Er durchschritt die Landschaft, er übernachtete in Herbergen auf seinem Weg und erlebte so allerhand auf seiner Reise. Da die Reise beschwerlich war, ging er nach verrichtetem Zwecke nicht gleich wieder nach Hause, sondern blieb sicher eine Weile in Florenz. Das Reisen in andere Gegenden musste so intensiv gewesen sein, weil alle Sinneseindrücke (positive wie negative) durch die manuelle Fortbewegung tiefer in die Menschen eindrangen. Ich bin fest überzeugt, Michelangelo und auch seine Schüler wären nie so große Maler und Bildhauer geworden, hätten sie ein Auto zur Verfügung gehabt. Man hat damit einfach nicht die Zeit, Details zu studieren, die sich in der Landschaft ergeben, die menschliche Anatomie, die Gerüche der Natur, das Erleben…

Goethe hat 1786  auf seiner Reise nach Italien, die zwei Jahre andauerte! einen Reisebericht verfasst. Ich wage die These, dass solch ein Werk nie entstanden wäre, hätte er ein Auto gehabt, das mit 130 km/h binnen weniger Stunden nach Sizilien brausen kann.

Der Punkt ist, dass solche gigantischen Künstler früherer Zeiten durch die Schnelllebigkeit der heutigen Epoche natürlicherweise nicht mehr entstehen können.

Ich habe einmal aufgeschnappt, dass das Leben mit dem Auto oder auch Flieger so abläuft: man fährt von Insel zu Insel, dazwischen ist Wüste, das Nichts. Wir erleben unsere Erde, unsere Landschaft nur noch in unzusammenhängenden Partien. Darum gibt es Monokultur, Massentierhaltung, Betonwüsten, Naturentstellungen, Tierquälereien. Wir sehen die „Wüste“ einfach nicht, können sie nicht sehen, wollen auch gar nicht hinschauen. Lieber betrachten wir die Museen mit Bildern von Künstlern und trinken Aperol auf gepflegten Terazzas.

Die Pandemie hat vielleicht so manchem die Augen über seine nähere Umgebung geöffnet, wenn er durch monotone Plantagen spazieren gehen musste, durch Gewächshausstädte, Folienäcker, kilometerlangen Bäumen unter Netzen, Flüsse in Betonbecken. Vielleicht…

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Siena

Nach einer hügeligen Anfahrt erreichen wir gegen Mittag Siena.

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Via Francigena

Wir befinden uns auf der Via Francigena, hier liegt auf dem Weg nach Rom San Gimignano, die einstig luxuriöse Handelsstadt mit ihren Geschlechtertürmen. Durch die wenigen Besucher wirkt es heute wie verträumt und sehr malerisch.

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Flache Toskana

 Wir radeln Richtung San Gimignano und treffen auf die Stadt Empoli in der wir Mittags Rast einlegen. Nach dem Anstieg und der kurvigen schönen Abfahrt stoßen wir nun auf flaches Gelände. Der Arno fließt hier. Darum ist die Toskana an dieser Stelle sehr flach. (Das ist nicht unangenehm, weil wir Rückenwind haben.)

Ich weiß zwar, dass Cola giftig ist, aber bei 32 °C sei es mir vergönnt!