Treviso – erstaunlich schön

Schon einmal hat uns der Fahrradweg durch Treviso geführt. Damals waren wir aber ein wenig enttäuscht von der Stadt. Auch heute war es auf den ersten Blick so wie damals 2017.

Aber es ist doch etwas anderes wenn man länger verweilt. Wir haben Zeit und sehen uns den Dom genau an und stellen fest, dass das Altarbild von Tizian gemalt ist. Die Krypta ist sehr alt, aus dem 13. Jahrhundert.

Dann entschließen wir uns zur Franziskus Basilika zu gehen, sie ist ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert, und wurde später erweitert.

Wir schlendern durch die Altstadt und entdecken liebliche Plätze am Kanal und romantische Häuser an dessen Rand.

Alte Bahntrasse

Wir haben nun den Antonius Pilgerweg verlassen und sind rechter Hand auf eine alte Bahntrasse eingebogen. Von dort aus geht es nun circa 30 km nach Treviso. Alte Bahntrassen sind immer schön zu fahren. Sie sind meist eben, haben herrliche Brücken, und führen direkt zum Zielpunkt ohne Umwege.

Und seit 1 Stunde regnet es nun gepflegt.

Noch 20 km bis Padua

Die letzten 20 km bis Padua fahren wir an einem Kanal entlang. Wir haben leichten Rückenwind, so dass es nicht so heiß ist.

Aufgrund der Gewitter der Nacht ist es heute relativ kühl und deshalb ganz angenehm zu radeln. Mit kühl meine ich natürlich etwas weniger als 30 °C.

Heftiges Gewitter

Gestern noch haben wir in Wikipedia gelesen, dass in Ferrara auch im Sommer heftige Gewitter nieder gehen können. Und tatsächlich, nachts um circa 1:00 Uhr, war es soweit: Über 30 Minuten lang Blitze und Donner in einer raschen Abfolge, verbunden mit heftigem Regen und Hagel.

Und trotzdem gefällt es uns

… obwohl die Landschaft eigentlich total langweilig ist. Man kann schierbis zur Unendlichkeit schauen.

Aber uns gefällt es trotzdem. Nach einigen Wochen können wir endlich mal wieder eben dahin radeln. Es geht also nicht ständig rauf und runter. Und das weite Schauen hat eben auch etwas für sich.

Zudem gibt es hier in der Tat keine Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Was irgendwie auch mal ganz nett ist.

Apropos nett: die Leute hier sind einfach fantastisch und nicht vom Tourismus verwöhnt. 

Wir verlassen Florenz

Nach einem tollen und spannenden Tag in Florenz, verlassen wir die Stadt. Nachdem wir vor knapp zwei Wochen schon von Bologna nach Pistoia geradelt sind, nehmen wir nun den Zug, um nach Bologna zurück zu kommen. Von dort radeln wir weiter nach Norden. Unser Tagesziel ist heute Ferrara.