Tagesetappe: 22.07.2021

Tag Höhe ↑ (in m) Höhe ↓ (in m) Strecke (in km)
22.07.2021 1.094 1.091 40,23

Museum in Montalcino

Wir schlendern am Nachmittag durch die kleine Altstadt von Montalcino. An einem ehemaligen Kloster angekommen, lockt uns neben der Kirche, die nicht betreten werden durfte, ein Kreuzgang an der Seite. In ihm war ein weitläufiger Shop aufgebaut, der für uns aussah wie ein Klosterladen. Wir gingen rein und grüßten die Dame an der Kasse. Als wir weiter vordrangen, folgte uns eine andere Dame, die uns ansprach, dass dies ein Museum sei und 10€ Eintritt fällig wären. 

Wir waren sehr überrascht, wollten wir doch nur in den „Klosterladen“. Also gut, so kauften wir uns die Karten mit Presserabatt und waren sehr überrascht. Wir fanden klösterliche uralte Gegenstände, Utensilien, kirchliche Gemälde und Kostbarkeiten vor. Sauber in Vitrinen oder an den Wänden ausgestellt. Es handelte sich um ein Franziskanerkloster, dass wohl nun komplett zum Museum umgestaltet wurde. Sehr schön gemacht. Muss man unbedingt besuchen, wenn man hier ist!

Das Beste aber war der „Rundflug“ mit 3D-Brille über Montalcino und die toskanischen Hügel! Faszinierend!

Montepulciano

Die letzten 100 Höhenmeter haben es in der Tat in sich. Es geht extrem steil nach oben. Wir fahren mit den Rädern in Schlangenlinien um nach oben zu gelangen. Der Blick hingegen hinunter in die Umgebung ist gewaltig.

Tagesetappe: 21.07.2021

Tag Höhe ↑ (in m) Höhe ↓ (in m) Strecke (in km)
21.07.2021 882 725 42,38

Italiens Fieberkurve

Wir sind zwei Menschen, die Italien vor Covid-19 viel bereist haben. Schon in jungen Jahren waren wir hier oft zu Gast, nicht mit dem Fahrrad, aber wir kannten bereits viele Teile dieses Landes. Mir ist während dieser laufenden Pandemie etwas aufgefallen. Früher war es so, dass je mehr Touristen eine Region hatte, desto nerviger, lauter und quirliger waren die einheimischen ItalienerInnen. Es war, wie wenn sie gegen die Massen der Touristen anschreien, angeben, anrennen, übertönen müssten. Wie im Fieber kamen die Städte, die Regionen, die Bevölkerung nicht zur Ruhe, nicht einmal nachts um halb vier. 

Vor einem Jahr, mit fehlenden Fremden im Land, sind sie stiller geworden, die Temperatur des Temperaments war gesunken auf ein, wie ich finde, normales Niveau. Jetzt, wo alles wieder im Begriff ist, hochzufahren, merkt man, dass die Menschen wirklich genervt sind gegenüber dieser wieder steigenden Touristenwelle. Vielleicht merken sie jetzt erst, dass das Tempo zu hoch und die Touristenmassen (speziell aus Asien, Amerika und Russland) zu viel waren, zu viel werden, zu viel sind. Sowohl für das Land als auch für die Menschen. Können sie aber gar keinen anderen Weg mehr gehen, als wieder „Fieber“ zu bekommen? Oder finden sie vielleicht, dass sie nicht mehr so viel davon brauchen und trotzdem genug haben? Es bleibt spannend…

Auf heiligen Spuren: Francigena

Bereits gestern in Siena sind uns einige Pilger mit großen und schweren Rucksäcken aufgefallen. Auch vereinzelt haben wir Fahrradfahrer mit Gepäck gesehen. Ist auch klar, denn hier ist der heilige Pilgerweg via Francigena. 

Die Beschilderung ist vorbildlich. Es wird eine Route für Fußgänger, für Fahrradfahrer sowie für Autofahrer ausgeschildert.

Aber leider führen viele Passagen auf der Teerstraße. Vor allem für Fußpilger eine Qual.