Als ich mit Innosenz Näßl (Baindlkirch/Hanshofen) morgens im Auto sitze, reden wir über das Geschäft eines Reiterhofs. Dabei erzählt er mir, dass die Menschen, die bei ihm Pferde haben, (85 Einsteller!) immer im Stress seien. Morgens in der S-Bahn: Stress. Untertags in der Arbeit: Stress. Auf der Autobahn: Stress. In der Familie: Stress.
Und so aufgeladen kämen sie dann auf den Reiterhof. Dann passiert eine Kleinigkeit, was auch immer: Bumm !!!!Explosion!!
Ich mag mir gar nicht ausmalen, was Pferde manchmal so einstecken müssen. Aber natürlich frage ich mich im Zuge dessen, warum das so sein muss, dass der heutige Mensch so gestresst ist? Ist denn alles so anders als in früheren Zeiten? Oder waren die Menschen damals auch so gestresst, vielleicht in anderer Weise?
Eigentlich wissen wir doch gar nicht wirklich, wie es früher einmal war. Velleicht ist es nur eine verklärte Vorstellung der Vergangenheit? Resultiert unser Wissen darüber natürlich nur aus Erzählungen und Überlieferungen. „Damals“ ist ja bekanntlich alles besser, schöner, romantischer…
Auch in der heutigen Zeit sind wir gestresst, natürlich – es fehlt die Zeit für das Gespräch, den Small Talk, das Dasein im Moment. Das ist eine traurige, aber wahre Feststellung und natürlich gefällt mir das nicht. Ich möchte es ändern, als erstes bei mir selbst. Ich nehme mir auf dieser Tour mehr und mehr Zeit für meine Mitmenschen, aber oft merke ich, die sind alle im Stress…
Was denkt Ihr darüber? Wie gehts Euch mit diesem Thema?
Archiv des Autors: simone
Skurrile Sprüche Teil 2
Ich führe Nobby durch die Stadt. Taxifahrer schreit über den Platz: „Des Pferd hot gsogt: De Frau braucht Auslauf und Bewegung.!“
Bauer vom Traktor: „Ah, Westernsattel!“ Ich: „Gut erkannt, Westernsattel!“ Bauer vom Traktor „Ah, keine Hufeisen!“ Ich: „Gut erkannt, keine Hufeisen!“
Alter Mann mit Frau – „Hahaha: ist das ein Ziehpferd oder ein Reitpferd? – Hahahaha“ ( Er war der einzige, der gelacht hat)
Junge Familie mit Kind. Die Muddi zu ihrem kleinen Bub „Schau, die Frau ist zu schwer für das Pferd!“
Junge Männer stehen am Schuppen, Nobby hat die Regendecke drauf: „Ey, der Gaul ist aber schwer bepackt, schmuggelt ihr zwei Flüchtlinge über die Grenz? “ Ich: „Ja, wir sind Schlepper “
guten Morgen aus Biberwier
Fertig für den großen Tag
Zaun aufbauen
Des Alpenkönigs Freuden
Rührend
Murnau: Mitten in der Stadt bleiben wir stehen, um auf dem iPhone nach dem Weg nach Achrain zu suchen. Nobby ist schon sehr müde und hält derweil ein Schläfchen auf dem Gehsteig. Lässig schont er ein Hinterbein und schließt seine großen sanften Glubschaugen halb hinter den langen blonden Wimpern. Eine Frau bleibt mit leuchtenden Augen stehen und betont dreimal, wie schön der Nobby aussähe. Nun, schön ist er, aber ich denke, eher die Tatsache, dass ein Pferd in der Stadt eher selten vorkommt, hat die Frau so verzaubert. Sie hilft uns, den Weg zu finden und zum Schluss schenkt sie uns spontan drei Glöckchen „als Erinnerung an Murnau“, wie sie sagt. Das ist sehr rührend. Wann schenkt einer einem etwas? Ein Fremder? Einfach so? Muss man erst ein Pferd im Schlepptau haben? Ich glaube schon…
ein Pferd fürs Handgepäck
Ein Bekannter
Einer der drei Radfahrer dreht sich beim Vorbeifahren um, und fragt: „seid ihr aus Obergriesbach? „Wir Antworten „Ja, “ und er konnte es nicht uns zu treffen. Sie halten an und erzählen, dass sie uns aus der Zeitung kennen, und sie haben von unserer Reise mit Nobby gelesen. Plötzlich spricht der Mann neben mir und ich bin so überrascht, dass mir der Mund offen bleibt, ein langjähriger Bekannter zieht den Helm aus! und wir haben viel Spaß auf der Strecke!






