Mein Fazit – Toni

Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine so intensive Reise erlebt zu haben. Es waren nur 12 Tage – es fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Es scheinen Jahre vergangen zu sein, als wir zu dritt den Stall in Mainbach verlassen haben und die erste Tagesetappe gestartet haben.
Warum nur war es so ereignisreich? Es ist sicher das langsame Bewegen. Nobby geht Schritt – mal geführt von Simone, mal mit Simone auf dem Rücken. Und wer langsam geht, erlebt eben jede Menge. Und sicherlich dazu beigetragen hat auch, dass ich mich – genauso wie Simone – ständig auch für unseren Haflinger Nobby verantwortlich gefühlt habe. Ich musste potenzielle Gefahren im Voraus erkennen – ein vorbeifahrender Lastwagen, ein daherbrausender Zug, etc. Und zudem war ich der Navigator: und da gibt es viele Dinge, die einfach mit einem Pferd beachtenswert sind wie ein Bachlauf ohne Brücke, ein Zuggleis ohne Überquerungsmöglichkeit und soviele andere Dinge.

Manchmal hatten wir Wege, die nicht mit einem Pferd begangen werden können – meist Straßen mit eigentlich viel zu viel Verkehr.

Ich war also ständig auf Habacht und in ständiger Vorausplanung und dazu noch das schrittweise Vorantasten…. ein intensives Erleben durch und durch.
Und dann gibt es ganz viele dieser Augenblicke: Wir wissen, dass Nobby, das noch nie gesehen hat oder davor schrecken könnte – wie ein Brett, das über einen Bach führt, ein viel zu steil abfallender Hang, bei dem sich das Pferd leicht alle Viere brechen kann… und dann wächst Nobby auf einmal über sich hinaus: er zeigt einen Mut, all seinen Willen und eine Entschlossenheit, die seinesgleichen sucht. Nobby spürt, dass er da jetzt durch muss, sonst ist die Tagesetappe nicht zu schaffen. Er nimmt wie gesagt, all seinen Pferdewillen zusammen und gibt sich enorm tapfer.
Oder: Als wir steil einen Berg hinauf gehen, merkt Nobby, dass ich mit dem Schieben des Fahrrades und dessen Gepäck kaum mithalten kann. Was macht Nobby: Mit seinem Maul versucht er mich anzuschieben, damit ich mich nicht so abmühen muss.
Noch viel viel mehr haben wir erlebt – eine einzigartige schöne Natur – den Süden Bayerns, den Fernpass, Tirol – und obwohl unwetterartige Regengüsse vom Himmel fielen, und wir zwei Tage lang klatschnass durch die Gegend marschierten, war es ein einzigartiges Erleben – ja es war Leben in vollen Zügen.

In der App und in dem Blog haben wir versucht, dieses Erleben festzuhalten – in Worten, Fotos, Videos und technischen Daten wie der exakten GPS-Strecke, meiner Aktivität gemessen durch die Apple Watch.
Wir hoffen, für viele Inspiration und Initiator für eigene Erlebnisse gewesen zu sein!
Denn wer langsam reist, erlebt das Leben in Fülle.
Danke Nobby für diese intensive Pferd-Mensch-Begegnung und vielen Dank liebe Simone – es war eine herrliche Reise.

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Bewertung 5 Sterne aus 3 Meinungen

3 Gedanken zu “Mein Fazit – Toni

  1. ja anton. allen respekt!
    da hast dich ja auf etwas eingelassen und dann wirklich sehr überlegt und professionell durchgezogen.
    mega!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.