Ende der leben atmen Europatour 2018

Nach knapp 2800 Kilometern sind wir in Obergriesbach, unserer Heimat angekommen. Wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützt haben und bei denen, die uns virtuell gefolgt sind, kommentiert, mitgefiebert und uns so manches Mal aufgemuntert haben. 

Hiermit endet der Bericht zur leben atmen Kulturradreise 2018. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern noch einen wunderbaren Sommer und hoffen auf ein Wiedersehen in 2019! Machts es guad! Simone und Anton Ochsenkühn

Fazit Schweiz

Ach ja, die Schweiz…hatten wir doch vor unserem Grenzübertritt gemischte Gefühle, was dieses kleine Land anbetrifft. Wir waren schon öfters die Schweiz besuchen, zumeist geschäftlich. Vielleicht verändert eine Radreise die Sicht auf die Dinge, zumal wir jetzt aus Ländern kamen, in denen der Komfort und die Annehmlichkeiten wie Sauberkeit, Korrektheit, Verkehrsregelung, Kultur, Natur etc. manchmal nur schwer zu finden waren.

Also die Schweiz ist ein Radelparadies, Zimmerparadies, Essensparadies. Alles ist ausgeschildert, alles piccobello sauber, wenn nicht gar rein! Luxuriöse Toiletten mit stets aufgefülltem Papier und neuen Wasserhähnen. Saubere Straßenränder, hübsche Plätze, schöne mittelalterliche Städtchen allerorts.

Eigentlich dachten wir immer, es wäre andersherum und Frankreich verwöhnt uns den Gaumen – nein, hier finden wir unser Glück. Ja, schon klar, wenn wir noch länger in der Schweiz bleiben würden, dann müssten wir sicher Schulden aufnehmen. Aber Toni sagt: „Man bekommt wenigstens was für sein Geld“. Und das stimmt. In Frankreich an der Rhone war es auch nicht gerade günstig, Zimmerkomfort, Infrastruktur und Essensqualität unterscheiden sich von der Schweiz aber deutlich.

Also alles perfekt? Nun, es scheint mit dem Wohlstand der Menschen leider auch die Mitmenschlichkeit, das Interesse oder wie auch immer man die Interaktion zwischen Gast und Gastgeber bezeichnen mag, abzunehmen. In Italien noch bestaunt und bewundert, Schultern geklopft, eine Geschichte erzählt, zuckt man hier nicht mal mit der Wimper, kommt man mit dem Fahrrad an. Wieso auch? Wenn hier alle selbst ein First-Class-E-Bike vor der Haustüre haben?