Abschlussfoto Deutschlandtour 2019

Hiermit endet unsere Berichterstattung und wir freuen uns auf unseren verdienten Feierabend. Habt nochmal Dank für eure Unterstützung. Wir hoffen es hat euch gefallen und bleibt allzeit gesund! Viele Fahrradgrüße wünschen Simone und Anton Ochsenkühn

Fazit Deutschlandtour 2019

Zuerst die Regel und dann der Mensch

Das ist die große Überschrift unserer Erfahrungen aus unserer Tour durch unser Heimatland Deutschland. Dabei haben wir uns erschrocken wiedererkannt, selbst deutsch zu sein und auch die Mentalität hie und da an den Tag zu legen, an der wir uns so oft gestoßen haben. Aber von vorne.

In Deutschland gibt für alles eine Regel, und wenn es keine Regel gibt, dann gilt die Regel, dass es vielleicht doch eine Regel geben könnte. Die Regeln werden eingehalten, und auch von Passanten, Autofahrern, Normalbürgern, Urlaubern oder Fahrradfahren, ja sogar Ausländern, die hier leben – strikt vertreten, umgesetzt und durchgesetzt. Ein Beispiel: eine Fußgängerzone hatte eine zeitliche Begrenzung für Radfahrer von 19:00 Uhr abends bis 10:00 Uhr morgens. Fährt man nun um 10:03 Uhr mit dem Fahrrad in die Fußgängerzone, kann man davon ausgehen, dass man von mindestens fünf Menschen geschimpft wird. Ein weiteres Beispiel: das Frühstück beginnt um 8:00 Uhr: die Tür ist zugesperrt bis um 8:00 Uhr. Erst dann ist der Einlass, man steht draußen und wird nicht vorher eingelassen. Und noch ein Beispiel: man steht triefend nass und durchgefroren an einer Rezeption und vor einem checkt ein ein Mann ein, der offensichtlich mit dem Auto entspannt angereist ist. Er lässt sich in aller Ruhe und in epischer Breite erklären, wie es in der Stadt zugeht. Und dann stellt er noch fest, dass sein Parkplatz für seinen riesigen SUV zu klein ist. Also muss umgeparkt werden. Weder die Dame am Empfang noch der Herr mit dem SUV sehen unsere Notdurft nicht, dulden auch keine Fragen nach der Fahrradgarage oder dergleichen. Zuerst kommt die Regel: wer zuerst kommt wird zuerst bedient. Das waren nur drei kleine Beispiele. Weitere waren ja im Blog zu lesen (z.B. keine Möglichkeit, das Fahrrad bewachen zu lassen, weg zu sperren, etc.)

Natürlich sind Regeln auch gut, man kann sich ganz genau daran halten und auch als Radfahrer hat das enorme Vorteile. Man weiß z.B. immer, wie die Zimmer für den Betrag x ausgestattet sind. Es gibt für den Preis deutschlandweit das Gleiche. Genormt, geregelt, alles berechenbar. Man weiß, wann das Frühstück beginnt und findet genaue Markierungen vor, wo man sich als Radler aufzuhalten hat. Das ist durchaus positiv. Damit beenden wir auch schon die Regel-Behauptung.

Fazit Radwege:

Wer noch nie außerhalb von Deutschland Fahrrad gefahren ist, der jammert wirklich auf hohem Niveau. Deutschland hat ein gutes bis sehr gutes Radwegenetz. Wir schätzen, vielleicht 1-2 % der gesamten Tour (mit Ausnahme von Ortschaften und Städtchen) auf Straßen oder gar Bundesstraßen gefahren zu sein. Das sind wir uns Deutschen schuldig, wenn wir etwas machen, dann gescheit! Hier und da gibt es schon noch Verbesserungen, sicher, aber man kann sich nicht wirklich beklagen. Wir konnten komplett entspannt radeln. Übrigens sind wir auf unserer gesamten Tour nicht ein einziges Mal angehupt worden! (Regel: du darfst nicht hupen!)

Die prominenten Radwege haben uns in folgender Reihenfolge am allerbesten gefallen:

Mainradweg, Fuldaradweg, Weserradweg, Elberadweg, Donauradweg. Der schönste kleinere Radweg war der Taubertalradweg, der Muldenradweg im Erzgebirge und natürlich der Schambachtalradweg.

Fazit Essen:

Wusstet Ihr, was die Deutschen anscheinend überall essen? Ja genau: Fleischsalat! An jedem Ort dieses Landes, bis auf eine Ausnahme, gab es zum Frühstück Fleischsalat! Eine lustige Begebenheit…Wir waren mit dem Essen stets zufrieden, oft sehr glücklich, manchmal euphorisch. Schlechte Kost bekommt man selbst in Touristenhochburgen wie Rothenburg ob der Tauber nicht.

Ansonsten sind die Zimmer im Verhältnis zu anderen Ländern teuer und das Essen eher günstig. Das macht das Reisen mit dem Fahrrad durch Deutschland schon kostspieliger, als z.B. durch Italien oder Kroatien zu fahren.

Fazit Menschen:

Das kam ja schon in der Anfangssequenz ein bisschen raus. Durch die Regelei und den Perfektionismus, den wir Deutschen dabei an den Tag legen, bleibt wenig Spielraum für einen Scherz oder einen Plausch. Alles wird schwer genommen, geprüft oder humorlos kommentiert. Natürlich gibt es auch immer wieder nette Begegnungen und hilfsbereite Menschen. Vergleicht man es aber mit den Südländern, wird man schon nachdenklich. Ein mehr an Herzlichkeit und Menschenliebe statt Regeln, nicht so engstirnig sein, das täte uns allen gut (uns eingeschlossen).

Am meisten wohlgefühlt haben wir uns der Reihenfolge nach in Bayern, Sachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern.

Fazit Kultur:

Deutschland ist nach Italien sehr kulturreich, da kann man nicht meckern! Wir haben viel über die jüngere und ältere Geschichte gelernt, Kunstwerke und Handwerke bestaunt und Architektur studiert. Es reichen fünf Wochen natürlich nicht aus, um alles anzusehen, das ist uns völlig klar. Aber einen Hauch über die Fülle der unglaublichen Schätze unseres Landes, den haben wir auf alle Fälle inhaliert.

Fazit Falkenjagd:

Hier gibt es nichts zu beanstanden, alles prima, keinen Plattfuß, keine Mängel, unsere Räder sind wie neu! Wir würden uns jederzeit wieder für diese Räder entscheiden. Sie haben uns gut durch Deutschland gebracht, und nicht nur das. Es hat einen tierischen Spaß gemacht, sie zu fahren.

Jetzt bleibt uns nur zu sagen, dass wir froh sind, wieder gesund nach Hause zu kommen. Denn das ist niemals selbstverständlich, auch nicht in Deutschland. Ride on!

Wallfahrtsbasilika Wemding

Die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein gilt als bedeutendste Marienwallfahrtskirche Bayerns und ist eine der schönsten Barock- und Rokokokirche Süddeutschlands. Der Wemdinger Schumacher Franz Forell brachte das Gnadenbild „Unserer Lieben Frau“ von Rom nach Wemding, wo es bis heute den Gnadenaltar schmückt. Im Mittelpunkt steht der einzigartige Brunnen- und Quellenaltar.

Wir haben von dem heiligen Wasser gekostet und hoffe nun auf eine trockene und sichere Heimfahrt.

Hinweis in eigener Sache: leider haben wir auf den letzten Kilometern erhebliche Schwierigkeiten, unsere Videos zum laufen zu bekommen. Wir probieren es mit Links ansonsten erstellen wir Beiträge. Wir bitten um Nachsicht!

Wallfahrtsbasilika Wemding

Die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein gilt als bedeutendste Marienwallfahrtskirche Bayerns und ist eine der schönsten Barock- und Rokokokirche Süddeutschlands. Der Wemdinger Schumacher Franz Forell brachte das Gnadenbild „Unserer Lieben Frau“ von Rom nach Wemding, wo es bis heute den Gnadenaltar schmückt. Im Mittelpunkt steht der einzigartige Brunnen- und Quellenaltar.

Wir haben von dem heiligen Wasser gekostet und hoffe nun auf eine trockene und sichere Heimfahrt.

Hinweis in eigener Sache: leider haben wir auf den letzten Kilometern Schwierigkeiten, unsere Videos zum laufen zu bekommen. Wir probieren es mit Links, ansonsten erstellen wir Beiträge. Wir bitten um Nachsicht!

Bayrische Gartenschau Wassertrüdingen?

Wieder stehen wir vor dem Problem, mit unseren Reisefahrrädern, denn wir können sie nicht sicher und einfach deponieren.

Die Schließfächer sind höchstens für Handtaschen geeignet aber nicht für große Reisetaschen. Die Fahrräder sollten wir außerhalb vom Gelände unbewacht stehen lassen, obwohl sich 5-7 Sicherheitsleute vor dem Eingang tummeln. Somit knicken wir unser Vorhaben, die Gartenschau zu besuchen.

Garten und Fahrräder passen offensichtlich nicht zusammen. Für Autos sind gegen gibt es bewachte Parkplätze.

So viel zum Thema Umweltschutz, Atrnsterben und Klimaschutz.

Hochaltar von Til Riemenschneider

Wir wurden durch ein kleines Schild aufmerksam, das hier ein großer Hochaltar von dem berühmten Spätgotikmeister Til Riemenschneider ein Hochaltar in eine Kirche stehen soll. Die Kirche ist klein und unscheinbar und steht in Detwang kurz vor Rothenburg ob der Tauber.

Der Altar entstand um 1513. Er ist wirklich ein Meisterwerk!

Weikersheim mit Schloss

Schloss Weikersheim gilt als das schönste der hohenlohischen Schlösser. Insbesondere sein barocker Prachtgarten fasziniert mit seinen zahlreichen außergewöhnlichen Figuren.

Das Zentrum des Barocken Gartens bildet der Herkulesbrunnen in dessen Mitte ein Drache die mehrere Meter hohe Wasserfontäne speit.

Übrigens ist aus aus der Luft gesehen der Grundriss von Schloss Weikersheim dreieckig!

Wie schön ist Tauberbischofsheim

Beschaulich, mittelalterlich, und ruhig wirkt diese hübsche und blitzsaubere Stadt auf uns. Wir schauen uns das Schloss an, die Kirche und den Marktplatz. Auf dem Marktplatz ertönt ein Glockenspiel jede Stunde 10 Minuten lang.

Vielleicht wird es ja auch so ruhig, weil es an die 35 °C hat und die Menschen lieber zu Hause vor geschlossenen Rollläden sitzen oder im Freibad Abkühlung suchen.